Montag, 7. Oktober 2013

Rolf Steiner

Über das spätere Leben von Rolf Steiner konnte ich leider nie etwas herausfinden. Nur gelegentliche Hinweise, dass er irgendwann gestorben sei, eventuell an den Spätfolgen seiner Haft.
Nun hat mich erfreulicherweise ein Leser von Kriegsreisende auf einen interessanten Artikel in der Welt am Sonntag aufmerksam gemacht. Steiner lebt immer noch, ist (wie zu erwarten) etwas grantig und arbeitet an seinen Memoiren.
Also von hier: alles Gute nach München!

Kommentare:

  1. Vielen Dank, das werde ich ihm gerne ausrichten! Auch auf die Gefahr hin, unbescheiden zu wirken: tatsächlich war ich es, der Ulli Kulke von der WamS Steiner erst als Thema und dann auch persönlich vorgestellt habe. Und kann daher bezeugen, dass Kulke sich über Monate äußerst gewissenhaft und tief in die Geschichte hineingearbeitet hat.
    So wie Sie hatte auch ich bei meinen eigenen Recherchen von allen möglichen Zeitzeugen gehört, er sei lange schon tot. Für die Einsichtnahme seiner Stasi-Akten forderte ich vom Münchener Einwohnermeldeamt die Bestätigung seines Todes und wurde zu meiner Verblüffung belehrt, dass er sehr wohl am Leben ist. Anfangs überaus misstrauisch ließ er sich jedoch überzeugen, dass ich ihn nicht in die Pfanne hauen wollte. Leider ist mein Steiner-Beitrag in "Lars Karl (Hg.): Leinwand zwischen Tauwetter und Frost. Der osteuropäische Spiel- und Dokumentarfilm im Kalten Krieg, Berlin 2007" antiquarisch kaum zu bekommen, aber eine ähnliche Darstellung habe ich zu "Erich Schmidt-Eenboom: Der BND im Nahen Osten" (ebenfalls 2007) beigesteuert.
    In Juba, wo ich beruflich zu tun habe, versichern mir immer wieder viele führende Veteranen ihren Respekt für Steiner. Darum arbeite ich daran, ihm eine Einladung der Regierung zu organisieren, allzumal auch Präsident Salva Kiir ihn wertschätzen soll.
    Wie auch immer man zu Steiner stehen mag: angesichts der unvermeidlichen Geschichtsvergessenheit der Südsudanesen, sollte der Jugend des Landes dieser Teil der Vergangenheit mit seinen Facetten unbedingt bewusst gemacht werden.
    Steiner jedenfalls ist physisch und psychisch fit, sogar besser als bei unserem ersten Treffen vor 10 Jahren. Ein echter die-hard, faszinierend wie eh.

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    1. Wissen Sie evtl. wie es mit STeiners Buch steht? Angebelich wollte er ja siene Memoarien veröffentlichen??

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  2. Da der Südsudan nach Jahrzehnten Bürgerkrieg nun unabhängig ist, sollte man den Einsatz Steiners dort endlich mal in einem anderen Licht sehen.
    Ich meine nicht dort, sondern hier bei uns im Westen.
    Aber Steiner hat einfach diesen Namen, der so schön nach II Weltkrieg und SS klingt... Kein Wunder, dass sich die Medien so auf ihn gestürzt haben.

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