Freitag, 25. März 2022

US-Freiwillige in der Ukaine

 Ein paar nette Videos von US-Freiwilligen in der Ukraine auf Twitter

Video 1

Video 2

 „we got mortars, we got rockets, we got all the fun stuff to make it a beautiful day“

 Sie scheinen sich wirklich gut zu amüsieren

Sonntag, 20. März 2022

Britische Freiwillige

 Ein interessanter Bericht über britische Freillige in der NZZ

Der Krieg in der Ukraine und ausländische Freiwillige

 

Der Krieg in der Ukraine war gerade ein paar Tage alt, als Präsident Selenskyj Ausländer dazu aufforderte sich dem Kampf als Freiwillige anzuschließen. Kurz darauf wurde sein Außenminister konkreter und kündigte die Aufstellung einer "Internationalen Legion" an. Das Echo war enorm. Tausende meldeten sich weltweit , bald trafen die ersten Freiwilligen ein. Das Internet wurde förmlich überschwemmt mit Videoclips, Fotos und anderen Posts zum Thema. Webseiten forderten mit theatralisch-heroischen Texten dazu auf, sich der Legion anzuschließen und gemeinsam die Welt zu retten. Bald verkündeten ukrainische Stellen, dass sich bereits 16.000 Freiwillige gemeldet hätten; inzwischen spricht man von 20.000.

Das russische Außenministerium konterte kurz darauf und verkündete, dass keiner der "Söldner“, die der Westen in die Ukraine schicke, unter dem Schutz des internationalen Kriegsrechts stünde und deshalb nicht als Kriegsgefangene sondern als Kriminelle behandelt werden würden. Nach dem Raketenangriff auf Lliv am 13.3. berichteten russische Medien dann triumphierend von bis zu 180 getöteten "ausländischen Söldnern"... weiter

 

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Aufstand in der Wüste. Die Herrschaft des Mahdi

 Eine interessantes Dokudrama bei TerraX über den Österreicher Rudolf Slatin, der zuerst als Söldner im Sudan diente und dann jahrelang Gefangener der Mahdisten war.

 

Mann kann den Film hier herunterladen

mehr zu Slatin auch in unserem Artikel "Im Reich des Mahdi"


Freitag, 17. Dezember 2021

Jacques Margeret

 

 Neuer Artikel über den Hugenotten Jacques Margeret, der um 1600 als Söldnerführer fünf verschiedenen Zaren diente. Darunter Boris Godunov und dem sogenannten "falschen Demetrius". Margeret war für lange Zeit an vorderster Front aktiv im grausamen Bürgerkrieg, der "Zeit der Wirren".
mehr dazu hier

Freitag, 12. November 2021

Afghanisches Kanonenfutter für die iranische Revolution

Iran hat unter den afghanischen Flüchtlingen Tausende von schiitischen Hazara für den Kampf in Syrien rekrutiert. Die meisten lassen sich anwerben, weil sie arm sind, nicht aus Begeisterung für die iranische islamische Revolution. 

Ein sehr interessanter Artikel in der SZZ


Der Iran rekrutiert bereits seit längerem afghanische Flüchtlinge und schickt sie als Freiwillige (Söldner) nach Syrien. Auch wenn diese Geschichte nicht so spektakulär erscheint wie der ganze Wind, der um Asgaard entfacht wird, ist sie doch für den momentanen Zustand viel, viel charakteristischer.


Montag, 6. September 2021

Film: The Siege of Jadotville

 Eine recht interessante Kritik zu dem Film "The Siege of Jadotville" findet man hier


Der Film thematisiert die Auseinandersetzung zwischen irischen UN-Truppen und Katanga-Gendamren und Söldnern im Kongo 1961. Obwohl deutlich einseitig ist der Film schon allein deshalb interessant, da es sonst kaum etwas zum Thema gibt.

Dienstag, 9. Februar 2021

Buch zu Ungern-Sternberg

 

 Zur Geschichte des "Blutigen Barons" Ungern-Sternberg gibt es zwar mehrere Bücher, jedoch meines Wissens nach nur eines von einem Beteiligten:

Alioshin, Dimitri: Asian Odyssey
New York 1940

Dimitri Alioshins Buch ist ein einzigartiger Bericht von den grausamen Kämpfen entlang der Transsibirischen Eisenbahn während des Russischen Bürgerkrieges. Als ehemaliger zaristischer Offizier hatte Alioshin zuerst in Koltschaks Truppen gekämpft und sich nach deren Niederlage mit anderen Versprengten in die Mongolei durchgeschlagen, wo sie schließlich von Ungern Sternberg rekrutiert wurden. Alioshins Buch ist meiner Meinung nach der beste Bericht, den es von dem üblen Kosakenkrieg des so genannten "blutigen Barons" gibt.

Man kann das Buch jetzt im INTERNET ARCHIVE online lesen oder als PDF runterladen.

Sonntag, 3. Januar 2021

Von Tempsky's Ghost

 Eine sehr interessante neuseeländische Doku über den preußischen Abenteurer Gustavus Von Tempsky, über den bereits vor über 10 Jahren ein Artikel bei Kriegsreisende veröffentlicht wurde.

Die Doku Von Tempsky's Ghost konzentriert sich verständlicherweise auf die Kämpfe mit den Maoris, durch die von Tempsky zur Legende wurde und schließlich sein Ende fand.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Die Nazis und der Nahe Osten

 Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Nationalsozialisten aus Europa. Was lange unbekannt war: Ägypten und Syrien heuerten Dutzende NS-Männer und Kriegsverbrecher an – um eine Armee für den Kampf gegen Israel aufzubauen. Die Bundesregierung wusste davon...

 interessanter Artikel in der Welt 

 Ich bin bei meiner Recherche über Skorzeny darüber gestolpert. Obwohl mir das Thema bekannt war, bin ich doch immer wieder überrascht, wie stark diese Verbindungen wirklich waren.

 

Dienstag, 26. Mai 2020

Mad Mike is gone

Bin erst jetzt darüber gestolpert. Anfang diese Jahres (2. Februar) ist Söldnerlegende "Mad" Mike Hoare gestorben.
Er war wohl der berühmteste und sicher der bedeutendste Söldnerführer während der Kongokrise 1964. Später wurde er deshalb als technischer Berater für den Film "Die Wildgänse" unter Vetrag genommen.

Als echter Condottiere versuchte er sich 1981 sogar mit einem Putschversuch auf den Seychellen sein eigenes Königreich unter den Nagel zu reißen.
Trotz dieses sicher aufreibenden Lebens konnte er dann tatsächlich noch letztes Jahr seinen hundertsten Geburtstag feiern. Mann kann nur sagen Respekt und gute Reise...


mehr bei The Guardian

Sonntag, 10. Mai 2020

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan...

Interessanter Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung über die Behandlung afrikanischer Kolonialtruppen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Die «Senegalschützen» kämpften im Zweiten Weltkrieg für Frankreich. Als die Waffen schwiegen, wurden sie verraten, gedemütigt und manche auch getötet.
1944 erschossen französische Soldaten Dutzende von Senegalesen, die im Weltkrieg für Frankreich gekämpft hatten. Sie hatten sich dagegen gewehrt, um ihren Sold betrogen zu werden. Das «Massaker von Thiaroye» hat sich in die kollektive Psyche der Senegalesen eingebrannt.“

mehr

Sonntag, 1. März 2020

Gunship Ace


Gunship Ace: The Wars of Neall Ellis, Helicopter Pilot and Mercenary (Englisch)

Al J. Venter

Venters Buch über Neall Ellis ist sicher nicht überragend geschrieben, dafür aber um so interessanter, zumindest für alle, die sich für Afrikas Buschkriege der letzten Jahrzehnte und das Aufkommen moderner PMCs interessieren.
Ellis lernte sein Handwerk in der südafrikanischen Armee während der Kriege in Rhodesien, Deutsch Südwest und Angola. Nach kurzem Ruhestand wurde er dann von Executive Outcomes für den Krieg in Sierra Leone rekrutiert. Er blieb dort auch weiter aktive, nachdem Executive Outcomes längst abgezogen war.
Man erfährt in dem Buch eine Menge über diesen schmutzigen Krieg, und auch über all die kleinen und großen Probleme, mit denen sich ein selbständiger Söldnerunternehmer herumschlagen musste.
Fast noch interessanter ist der Bericht über die letzen Monate von Mobutus Zaire. Die verzweifelten Versuche Söldner anzuwerben, die dann aber doch nichts kosten sollten, während die gesamte korrupte Elite des Landes längst dabei war ihre geraubten Schätze in Sicherheit zu bringen.

Leider nur in Englisch, dennoch absolut empfehlenswert!

bei Amazon bestellen
Gunship Ace: The Wars of Neall Ellis, Gunship Pilot and Mercenary (English Edition)

Mittwoch, 15. Januar 2020

Erdogans Fußvolk in Libyen

Da sich Präsident Erdogan bei der Verteilung der im östlichen Mittelmeer gefundenen Gasreserven übergangen fühlt, versucht er der Türkei nun über ein strategisches Bündnis mit Libyen den Zugang darauf zu sichern. Die Türkei unterstützt deshalb die GNA von Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch mit Waffen und Militärberatern.

Um Fayiz as-Sarradsch zum Sieg zu verhelfen, sind aber anscheinend auch eine größere Anzahl von Bodentruppen notwendig, die auf ganz traditionelle Weise ihre Haut zu Markte tragen. Allerdings kann es sich auch ein Autokrat wie Erdogan heutzutage kaum erlauben, dass eine größere Anzahl von Särgen von einem äußerst unpopulären Kriegsschauplatz heimkehren, die dann mit viel nationalem Pomp beigesetzt werden müssen.


 Syrischer Söldner in Libyen. Video auf Twitter

 Wie seine Amtskollegen Trump und Putin hat sich Erdogan deshalb schnell für die moderne Lösung entschieden, in fernen Kriegen andere sterben zu lassen. Die Rekruten kommen aus dem Norden Syriens, wo die Türkei seit einiger Zeit lokale Milizen für sich kämpfen lässt. Um den Syrern den Krieg im fernen Libyen schmackhaft zu machen wird ihnen ein Monatssold von ca. 2.000 Dollar geboten (anstatt der 500 in Syrien) und als ganz besonderer Anreiz ein türkischer Pass.

Geplant ist vorerst der Einsatz von 2000 Kämpfern aus Syrien, von denen etwa knapp die Häfte vor Ort sein soll. Die ersten Toten gibt es auch schon. So wurden von einer kurdischen Website drei Gefallene als syrische Söldner identifiziert.






Dienstag, 12. Juli 2016

Kriegsreisende: Die Neuausgabe

Nachdem das Buch Eine kleine Geschichte der Söldner: Historische Gestalten auf dem Weg in die Moderne (2011) seit knapp 2 Jahren nicht mehr erhältlich ist, habe ich mich endlich aufgerafft eine neue Ausgabe zu erstellen.
Diese ist gerade unter dem Titel Kriegsreisende: eine Geschichte der Söldner (2016) erschienen.
Der Inhalt blieb dabei unverändert, es wurden lediglich Korrekturen vorgenommen und Cover und Layout geändert. 
 
Das Buch ist ab sofort bei Amazon bestellbar.



Mittwoch, 9. Dezember 2015

Söldner im Jemen

Ich wurde schon mehrmals darauf hingewiesen, dass die reichen Golfstaaten ihren Krieg im Jemen mit Söldnern führen. Eigentlich ist das ja recht uninteressant, da ja wirklich nichts anderes zu erwarten ist. Es handelt sich sozusagen um eine Idealsituation. Reiche, kleine Länder führen irgendwo einen schmutzigen Krieg. Kaum jemand wird wohl erwarten, dass sie das ihre eigenen Bürger erledigen lassen.

Interessant sind m.E. nach lediglich die Dinge, die sozusagen wie im Schulbeispiel das ganze Geschäft illustrieren.

1. Das Fußvolk kommt anscheinend vorwiegend aus dem Sudan und Eritrea. Dort ist durch die langen Kriege genug erfahrenes Personal zu finden, und bei der desolaten ökonomischen Lage sicher auch zu einem guten Preis.

2. Die Spitzenkräfte, für die man früher Ex-Fremdenlegionäre, Ex-SAS oder ähnliches geworben hätte, sind ehemalige Elitesoldaten aus Kolumbien. Auch sie sind kriegserfahren und weitgehend arbeitslos, und dabei mit 2-3.000$ monatlich deutlich preiswerter als amerikanische oder britische Söldner.

3. Gerade die Geschäftsverbindung zwischen Golfstaaten und Lateinamerika unterstreicht die Bedeutung von Beziehungen oder eben Netzwerken. Man stolpert dabei schnell über Erik Prince, den Gründer der ehemaligen Söldnerfirma Blackwater. Bei Blackwater hatte man bereits lateinamerikanische Elitesoldaten für den Krieg im Irak geworben. Später hat Prince dann in den Golfstaaten als Berater beim Aufbau von Sicherheitstruppen gewirkt. Und so fügte sich dann schnell eines zum anderen.

Zur weiteren Lektüre

oder einfach mit Google: mercenaries, Yemen etc

Samstag, 26. September 2015

Die große Pleite

Es ist sicher bekannt, dass private Sicherheits- und Militärunternehmen – so genannte PMCs – gerne überzogene Rechnungen stellen und manchmal für sehr viel Geld relativ wenig leisten. Wenn sich so ein Ereignis zu einem Skandal ausweitet, hat gleich jeder gewusst, dass von „Söldnerfirmen“ ja nichts anderes zu erwarten war.

Gen. Lloyd J. Austin III, United States Central Command
 Als Alternative zu solch dubiosen Anbietern, hat das Pentagon nun 500 (!) Millionen Dollar ausgegeben, um in Syrien eine Armee gemäßigter Kämpfer aufzustellen. Vor kurzem musste jedoch der zuständige General einräumen, dass nur noch ca 5 (!!) Kämpfer zur Verfügung stünden. Welcher private Anbieter könnte sich wohl so etwas erlauben?

Montag, 31. August 2015

Im Wilden Kurdistan

Interessanter Bericht eines deutschen Freiwilligen, der in Nordsyrien auf Seiten den kurdischen YPG gegen den Islamischen Staat kämpfte.



Laut diesem (und anderen) Berichten scheinen die kurdischen Milizen eine ganze Reihe internationaler Abenteurer anzuziehen, von denen nur einige aus einem eher "linken" Umfeld kommen. Die anderen suchen vor allem das Abenteuer, den Kick, wobei sie dennoch wie viele Kriegsreisende in der Geschichte irgendwie für die "richtige" Sache kämpfen möchten.


Samstag, 4. Juli 2015

Die Veteranen von Executive Outcomes

Executive Outcomes gilt sozusagen als die Mutter moderner Söldnerfirmen und ist damit längst Geschichte; lange vorbei möchte man meinen.
1992 operierte die Firma erfolgreich in Angola, 1995 in Sierra Leone und wurde 1998 schließlich aufgelöst. Teile des alten Personals wurden mit der PMC Sandline und dem gescheiterten Putschversuch in Äquatorialguinea 2004 in Verbindung gebracht.

Man sollte dabei daran denken, dass es sich beim Kernpersonal um Angehörigen ehemaliger Eliteeinheiten der südafrikanischen Armee handelte, die also in den 70er und 80er Jahren aktiv waren. Das hält aber anscheinend einige nicht davon ab heute die nigerianische Armee aktiv bei ihrem Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen, wobei sie inzwischen auch entscheidende Erfolge erzielt haben sollen.

Eeben Barlow
Die Söldner werden von der Firma STTEP (Specialized Tasks, Training, Equipment and Protection) vermittelt. Dort sitzt an entscheidender Stelle Colonel Eeben Barlow, 62 Jahre alt und einer der ehemaligen Gründer von Executive Outcomes.

Bei dem Einsatz in Nigeria wurde der Südafrikaner Leon Lotz durch irrtümlichen Beschuss eines nigerianischen Panzers getötet. Lotz war 59 Jahre alt und gehörte früher zur der Spezialeinheit "Koevoet". Ein anderer südafrikanischer Söldner soll an einem Herzinfarkt gestorben sein.

Die Ironie bei der Geschichte ist, das sich Nigeria seit dem Biafrakrieg immer ganz besonders für die offizielle Ächtung von Söldnern eingesetzt hat. Dabei hat der Staat jedoch immense Summen damit verdient seine eigenen äußerst unzuverlässigen Truppen an die UN zu vermieten. Da diese zahlenmässig sehr starke Armee jedoch nicht in der Lage war es mit Boko Haram aufzunehmen, mussten also wieder einmal die geschmähten Söldner herhalten.

Artikel
Telegraph (englisch)
Die Welt (deutsch)

Mittwoch, 18. Februar 2015

YouTube-Video

Ein Leser machte mich auf einYouTube-Video aufmerksam, in dem es mal wieder spektakulär um den Aufstieg der PMCs zur globalen Superpower geht.
Von diesen überzogenen Banalitäten mal abgesehen, sieht man aber auch einige Leute bei der Arbeit so z.B. als Bodyguards in Venezuela. Heißt bei Jobs, wo die lokale Polizei, ihrem Auftrag nicht ausreichend nachkommen kann oder auch nicht will.