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Donnerstag, 27. März 2014

Möchtegernkiller und Sündenbock

Auf SPIEGEL.TV gibt es zur Zeit eine interessante Reportage über einen ehemaligen Bundeswehrscharfschützen, der später kurz als Söldner arbeitete. Da ihm dies zu anstrengend war suchte er dann anscheinend einen “Job” als Auftragskiller und lief damit in eine Falle der US Drogenermittlungsbehörde DEA.

SPIEGEL.TV

Ein ausführlicher Bericht befindet sich im neuen Spiegel Nr.13 2014.

Mittwoch, 23. März 2011

Söldner und arme Schweine

Leider hält der Normalbürger Söldner immer noch für eine Art hoch bezahlte Superkiller. Jetzt im Fall Gaddafi wird vielleicht klar, dass es sich zumindest beim Fußvolk um echte Billigjobs für politische Flüchtlinge und Immigranten handelt.

Diesen Sachverhalt illustriert auch sehr schön das Transparent, das mir bei Recherchen zum momentanen Drogenkrieg in Mexiko in die Hände gefallen ist.

Die Zetas waren einst eine Spezialeinheit der Polizei, die in den USA ausgebildet worden war. Mit der Zeit machten sich die Zetas jedoch selbstständig und wurden zu einem der mächtigsten Kartelle. Nun reichlich mit Geld versehen werben sie ihrerseits Überläufer von Militär und Polizei.

Der Text lautet ungefähr so: "Die Kampfgruppe Los Zetas will dich, Soldat oder Ex-Soldat. Wir bieten dir gutes Gehalt und Essen, und wir kümmern uns um deine Familie. Du wirst nicht mehr schlecht behandelt werden oder Hunger leiden. Bei uns bekommst du keine Instant-Suppen."

Ohne Übertreibung kann man also schließen, dass der normale Soldat oft geschlagen wird und Hunger hat. Denn offensichtlich reichen Versprechungen solche Missstände abzuschaffen schon um bei den Kartellen für Zulauf zu sorgen.

Montag, 27. Juli 2009

Domino Harvey

Gestern habe ich mir (leider) den Film "Domino" mit Keira Knightley in der Hauptrolle der superharten Kopfgeldjägerin angetan. Zu meiner Entschuldigung muss ich anführen, dass so etwas bei mir zu den Hausaufgaben zählt.

Zu Domino Harvey hatte ich außerdem schon vor Jahren (d.h. 2005) Material gesammelt, als ich noch dachte, dass Frauen in dem Geschäft vielleicht mal ein nettes Thema sein könnten. Später habe ich dann gemerkt, dass dies zumindest im aktuellen Bereich sehr schnell im Mythos endet.

Tochter eines Schauspieler und eines Supermodels war Domino – benannt der der Figur in James Bond - sicher ein verzogenes Kind. Nachdem sie mehre Schulen abgebrochen hatte, versuchte sie ihr Glück zunehmend in Sparten, die mehr Kick, mehr Adrenalin versprachen. Zuerst hatte sie einen Nachtclub in London, dann arbeitete sie auf einer Ranch bei San Diego und anschließend bei der Feuerwehr an der mexikanischen Grenze. Da die Feuerwehr von Los Angeles sie aber nicht in Dienst nehmen wollte und möglicherweise auf der Suche nach härterem Stoff, began sie eine Karriere als Kopfgeldjägerin. Ihr Lehrer wurde Ed Martinez, ein Vietnam Veteran und ehemaliges Gang-Mitglied.

Als eine der ganz wenigen Frauen in dem Gewerbe, wurde sie schnell populär, und schließlich wurde ihr Leben sogar verfilmt. Domino konnte sich das fertige (von der Action-Handlung frei erfundene) Produkt leider nicht mehr ansehen. Sie starb kurz davor am 27 Juni 2005 an einer Überdosis. Das Adrenalin hatte ihr nicht mehr gereicht, sie hatte zunehmend, Speed, Koks und Heroin konsumiert.

Ihr ehemaliger Mentor, der natürlich nicht wie im Film gestorben war, sagte: "Mostly coke, sometimes speed. I did heroin with her occasionally. There was so much opportunity. You break down the door, arrest someone, they've got drugs. Well, you're going to get paid there too."

Samstag, 13. Juni 2009

Alt- und Neonazis

1980 kam es in Bolvien zum so genannten Kokain-Putsch. Der im wesentlichen von reichen Großgrundbesitzern und Drogenbaronen finanziert worden war. Die Organisation der Schmutzarbeit übernahm ein gewisser "Klaus Altmann", hinter dem sich der gesuchte Kriegsverbrecher Klaus Barbie verbarg. Als Männer fürs Grobe verpflichtete der ehemalige SS-Hauptsturmführer einige seiner Bewunderer aus der nächsten Generation. Z.B. den gesuchten italienischen Rechts-Terroisten Stefano Delle Chiaie oder den deutschen Zuhälter und Neonazi Joachim Fiebelkorn. Die Truppe wurde dann als "Novios de la Muerte" (die Verlobten des Todes) berüchtigt und mischte nach erfolgreichem Putsch auch selbst im Drogenschäft mit.



Hier ein Video zu diesem Thema. Wahrscheinlich werde ich aber auch irgendwann mal was dazu schreiben müssen.