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Freitag, 1. Februar 2013

Und wieder mal ein Totenkopf


In den Medien ist zur Zeit dieses Bild eines französischen Soldaten in Mali der Renner. Wer ab und zu Kriegsreisende liest, weiß ja vielleicht, dass ich ein Faible für solche Dinge habe. Krieger haben so etwas seit dem Neolithikum getan; man verbreitet Schrecken und macht sich selbst ein wenig Mut. Amerikanische Fallschirmjäger sind noch mit Irokesenschnitt und Kriegsbemalung über der Normandie abgesprungen. Alles äußerst verständlich. Dennoch bin ich natürlich der Meinung, dass moderne Soldaten heute so nicht mehr in den Einsatz gehen können. Schließlich sind sie ja dort die "Guten". Die Frage ist nur, ob man es ihnen wirklich erklärt hat.
Interessant ist, dass die Maske möglicherweise auf eine Person aus dem Computerspiel "Call of Duty: Modern Warfare 2" zurückgeht. Leutnant Simon "Ghost" Riley gehört dort zur britischen Eliteeinheit SAS. Diese in die Rubrik "Egoshooter" gehörenden Spiele haben heute natürlich auch einen besonders schlechten Ruf, angeblich war jeder Amokläufer davon besessen. Daneben gehören sie aber sicher zu den besten Werbemitteln, die moderne westliche Armeen im Moment so haben. Heißt, wenn man junge Männer mit der Aussicht auf Action für die Armee ködert, muss man sich nicht wundern, wenn sie die auch haben wollen.

Dienstag, 28. August 2012

Männerbünde und Päderastie

Ein interessanter Bericht zum Thema Päderastie und Männerbünde: Tanzsklaven - Knabenprostitution in Afghanistan.
Die englische Orginalfassung der Doku findet man auch auf Youtube.

Falls jedoch jemand denken sollte, dass es sich hier um ein typisch islamisch/afghanisches Problem handelt, möchte ich daran erinnern, dass solche Dinge in bei indoeuropäischen Kriegerbünden bis hin zu den Piraten der Karibik recht verbreitet waren. Vgl. dazu den Artikel über Homosexualität.


Sonntag, 31. Oktober 2010

Nette Geschenke

Irgendwie suchte ich im Life Magazine nach interessanten Artikeln und Bildern, und dann fällt mir das in die Finger.
Ein nettes amerikanisches Mädchen schreibt seinem Liebsten an der Front einen Dankesbrief für das schöne Kriegssouvenir von der Pazifikfront ein echter Japsschädel.

Orginaltext: "Arizona war worker writes her Navy boy friend a thank-you note for a Jap skull."


Tja und dann beschweren sich die Leute über Komü oder irgendwelche Dummheiten in Afghanistan.

Hab dann noch ein wenig weitergestöbert. 1984 wollten die Japaner ihre Gefallenen von Guadalcanal in die Heimat überführen und mussten feststellen, dass bei 60% (!!) der Toten die Köpfe fehlten. Amerikanische Souvenirjäger hatten sie mitgenommen.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Gefallene Herrscher

Vor kurzem fiel mir dieses erstaunliche Bild eines französischen Historienmalers in die Hände. Es zeigt wie sich die Kelten unter ihrem Führer Brennus in Rom austobten (vermutlich 387 v. Chr.). Begeistert legen sie einer Statue ein Seil um den Hals, um sie vom Sockel zu reißen.

Wen erinnert dies heutzutage nicht an die berühmten Fotos vom Sturz der Statue von Saddam Hussein. Die Gesten sind nahezu identisch.

Natürlich handelt es sich bei dem Gemälde nur um ein rein fiktives Historienbild. Der Künstler hat bestenfalls irgendwo gelesen, dass die Kelten Rom verwüsteten; der Rest entsprang seiner Phantasie. D.h. er orientierte sich wahrscheinlich eher an der Ereignissen in Paris während der Commune als an denen im alten Rom.

Dennoch kann ich kann der Betrachtung solcher Bilder den Gedanken nicht ganz unterdrücken, dass sich in der Kriegsführung zumindest teilweise über die Jahrtausende nur wenig ändert.

Samstag, 23. Mai 2009

Manches ändert sich nie

Hier die Abbildung zweier Bleigeschosse für Schleuderer, wie sie Ende des 5. Jahrhunderts in Griechenland aufkamen (vgl. den Artikel über die Peltasten).
Oft trugen die Geschosse den Namen des Feldherrn, der sie in Auftrag gegeben hatte. Man hat aber auch einige Stücke gefunden, die vom Humor ihrer einstigen Besitzer zeugen. Auf ihnen steht dann: "Leckerbissen des Mars", "achäischer Schlag", "Nimm dies", "das hat weh getan" oder einfach "Aua".

Wie gesagt erinnert mich das an die beliebte Methode Bomben mit Grüßen zu versehen. Hier die Besatzung eines Lancaster-Bombers, die für Hitler ein Osterei präpariert hat (das natürlich dann andere erhielten, wie das im Krieg leider nun mal so ist).

Mit der zunehmenden Bedeutung der Medien, werden Bomberpiloten anscheinend narzistischer. "Look mom I'm on CNN" schrieb einer, der von der USS Enterprise aus Ziele in Afghanistan bombartierte.

Diese Art der gewünschten Revanche macht auch vor Kindern nicht halt. Hier versehen israelische Mädchen Granaten, die in den Libanon geschossen wurden, mit Grüßen.

Das Bild geisterte anscheinend eine Zeit durch einige arabische Blogs als Beispiel für den israelischen Militarismus. Ich halte es wie gesagt für etwas Allzumenschliches; außerdem bin ich der Meinung, dass bei dem Jubel, der in arabischen Ländern nach jedem Selbstmordanschlag veranstaltet wird, dort mahnende Zeigefinger wirklich nicht angebracht sind.