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Mittwoch, 22. Dezember 2021

Aufstand in der Wüste. Die Herrschaft des Mahdi

 Eine interessantes Dokudrama bei TerraX über den Österreicher Rudolf Slatin, der zuerst als Söldner im Sudan diente und dann jahrelang Gefangener der Mahdisten war.

 

Mann kann den Film hier herunterladen

mehr zu Slatin auch in unserem Artikel "Im Reich des Mahdi"


Montag, 6. September 2021

Film: The Siege of Jadotville

 Eine recht interessante Kritik zu dem Film "The Siege of Jadotville" findet man hier


Der Film thematisiert die Auseinandersetzung zwischen irischen UN-Truppen und Katanga-Gendamren und Söldnern im Kongo 1961. Obwohl deutlich einseitig ist der Film schon allein deshalb interessant, da es sonst kaum etwas zum Thema gibt.

Samstag, 4. Juli 2015

Die Veteranen von Executive Outcomes

Executive Outcomes gilt sozusagen als die Mutter moderner Söldnerfirmen und ist damit längst Geschichte; lange vorbei möchte man meinen.
1992 operierte die Firma erfolgreich in Angola, 1995 in Sierra Leone und wurde 1998 schließlich aufgelöst. Teile des alten Personals wurden mit der PMC Sandline und dem gescheiterten Putschversuch in Äquatorialguinea 2004 in Verbindung gebracht.

Man sollte dabei daran denken, dass es sich beim Kernpersonal um Angehörigen ehemaliger Eliteeinheiten der südafrikanischen Armee handelte, die also in den 70er und 80er Jahren aktiv waren. Das hält aber anscheinend einige nicht davon ab heute die nigerianische Armee aktiv bei ihrem Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen, wobei sie inzwischen auch entscheidende Erfolge erzielt haben sollen.

Eeben Barlow
Die Söldner werden von der Firma STTEP (Specialized Tasks, Training, Equipment and Protection) vermittelt. Dort sitzt an entscheidender Stelle Colonel Eeben Barlow, 62 Jahre alt und einer der ehemaligen Gründer von Executive Outcomes.

Bei dem Einsatz in Nigeria wurde der Südafrikaner Leon Lotz durch irrtümlichen Beschuss eines nigerianischen Panzers getötet. Lotz war 59 Jahre alt und gehörte früher zur der Spezialeinheit "Koevoet". Ein anderer südafrikanischer Söldner soll an einem Herzinfarkt gestorben sein.

Die Ironie bei der Geschichte ist, das sich Nigeria seit dem Biafrakrieg immer ganz besonders für die offizielle Ächtung von Söldnern eingesetzt hat. Dabei hat der Staat jedoch immense Summen damit verdient seine eigenen äußerst unzuverlässigen Truppen an die UN zu vermieten. Da diese zahlenmässig sehr starke Armee jedoch nicht in der Lage war es mit Boko Haram aufzunehmen, mussten also wieder einmal die geschmähten Söldner herhalten.

Artikel
Telegraph (englisch)
Die Welt (deutsch)

Dienstag, 9. September 2014

Ein harter, staubiger Job

Sehr interessanter Artikel über das britische Sicherheitsunternehmen G4S und die Arbeit einiger Mitarbeiter im Südsudan.
Fern aller Action und Glorie, wie sie in Filmen und Computerspielen gerne verbreitet wird, machen diese Männer trotzdem eine äußerst harte und gefährliche Arbeit

Artikel bei Vanity Fair

Wer es liebr auf Deutsch hat, findet hier eine gekürzte Version

PS: Es scheint mir übrigens typisch, dass seit einiger Zeit, Artikel zu Söldnern, gerne in Lifestyle- Magazinen erscheinen.

Montag, 7. Oktober 2013

Rolf Steiner

Über das spätere Leben von Rolf Steiner konnte ich leider nie etwas herausfinden. Nur gelegentliche Hinweise, dass er irgendwann gestorben sei, eventuell an den Spätfolgen seiner Haft.
Nun hat mich erfreulicherweise ein Leser von Kriegsreisende auf einen interessanten Artikel in der Welt am Sonntag aufmerksam gemacht. Steiner lebt immer noch, ist (wie zu erwarten) etwas grantig und arbeitet an seinen Memoiren.
Also von hier: alles Gute nach München!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Blutige Geschichte des Kongo


Ein recht lesenswerter Artikel zur Geschichte des Kongo von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" bis zu den modernen Auseinandersetzungen um Coltan und Diamanten findet sich im Tagesspiegel.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Käufliche Krieger Die lange Blutspur eines Söldners

Eine recht interessante Zusammenfassung der Söldnerkarriere von Bob Denard erschien in der Zeitung der Der Tagesspiegel. Hier wird vor allem auf die schmutzigen Aspekte seines Tuns und die heimliche Unterstützung durch die Regierung in Paris verwiesen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Böses Ende eines Söldnertraums

Sicher nicht ganz aktuell aber immer noch interessant: ein Artikel der TAZ über zwei reichlich naive Norweger, die im Kongo angeblich das große Söldnerabenteuer suchten oder in den Diamantenhandel einsteigen wollten, und dann wegen Mordes zum Tod verurteilt wurden.

Der Artikel ist auch gerade deshalb interessant, weil er zeigt was für ein Menschenschlag da manchmal durch die Szene geistert. Ich denke zwar, dass solche Leute ein Minderheit bilden, dennoch sollte man sie nicht außer Acht lassen.

Falls es jemanden interessiert, wie die Geschichte weiterging, kann er das in einem englischen Artikel der Wikipedia nachlesen.

Dienstag, 22. November 2011

Deutschstämmige Fremdenlegionäre im Dienste der ALN

In einem Telepolis-Artikel über den Spion Richard Christmann fand ich folgende interessante Stelle:

Der ehemalige Fremdenlegionär unterstützte mit Propagandamaterial wie Freddy Quinn-Schallplatten mehrere Hundert deutschstämmige Fremdenlegionäre, die zur ALN desertierten und unter arabischen Decknamen kämpften.
Mehr Informationen habe ich allerdings noch nicht. Vielleicht sollte ich mir das Buch mal besorgen.

Matthias Ritzi / Erich Schmidt-Eenboom
Im Schatten des Drittens Reiches
Der BND und sein Agent Richard Christmann
248 Seiten, € 19,90

Montag, 14. November 2011

NVA-Truppen in Afrika

Ich habe mich am Wochende mal ein wenig zu dem Thema umgesehen. Es gibt da einen recht interessanten Spiegel-Artikel online zu "Honeckers Afrika-Korps" DER SPIEGEL 10/1980.

Da die Geschichte jedoch weiterging empfehle ich Interesssierten das Buch
Gareth M. Winrow: The foreign policy of the GDR in Africa
Man kann es zu guten Teilen auch bei Google-Books einsehen.

So wie’s aussieht, war die DDR zwar auch mit Militär groß in Afrika engagiert, beschränkte sich aber fast immer auf Ausbildung, Logistik und Planung.
Der Einsatz von Kampftruppen beruht aber anscheinend auf feindlicher (d.h. südafrikanischer und BRD) Propaganda. So sprachen CDU-Abgeordnete 1981 im Bundestag von 30.000 NVA-Beratern weltweit; die NVA hatte aber insgesamt nur 150.000 Mann.
1978 kursierte dann das Gerücht das Fallschirmjäger-Bataillon "Willi Sänger" sein an Grenze zu Namibia stationiert. Später kam raus, dass es in Äthiopien war.

Samstag, 12. November 2011

Stasiregiment in Angola

Falls sie noch auf der Suche nach einer interessanten Geschichte sind habe ich da vielleicht etwas. Ich konnte bislang absolut nichts im Internet finden, aber gehört habe ich diese Geschichten schon recht oft.

Worum geht es? Wie vielleicht bekannt gab es in Angola einen Bürgerkrieg zwischen der kommunistischen MPLA (unterstützt durch Kuba und die DDR) und die Unita (unterstützt durch USA, Südafrika und de Beers). Ein Teil der politischen und militärischen Führung der MPLA wurde in der DDR ausgebildet in der kleinen Stadt Bautzen und sprachen und sprechen teilweise recht gut deutsch. Zurück in Angola wurde der Kampf der MPLA durch die Stasi unterstützt, nicht nur aktive Berater sondern später auch durch Truppen des Stasiregiments Feliks Dzierzynski.

Aber wie schon geschrieben ich habe nichts darüber im Netz finden können, halte diese Geschichte aber für glaubwürdig.

von Faultierasai

Dieser Beitrag wurde in einem alten Beitrag als Kommentar hinterlassen. Ich fand ihn so interessant, dass ich ihn nach vorne geholt habe.

Freitag, 20. Mai 2011

Krieg in Angola

Ich bin gerade im Web auf ein äußerst interessantes Blog zum Krieg in Angola gestoßen. Es wird von kubanischen Veteranen betrieben, der allerdings recht neutral berichtet.
Die kurzen Texte sind in Englisch und Spanisch. Vor allen Dingen gibt es aber jede Menge interessante Bilder.

Samstag, 15. Januar 2011

Angola 1975

Sehr sehenswerter Clip bei Youtube zu den Ereignissen in Angola 1975 (siehe dazu Artikel: Ex-Paras in Angola). Dabei eine seltene Szene mit britischen Söldnern, darunter "Callan" und "Shotgun-Charlie".

Beonders beeindruckend aber ein Interview mit dem alten Dave Tomkins: "We did kill, when we had no particular reason to. And we tortured to achieve information that they probably didn’t have. And this was not captured enemy soldiers, these were probably just civilians. And that atmosphere permeated it’s way to the whole unit. We were just a loose band of bandits with a very dangerous leader."

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Shadow Company

Der äußerst sehenswerte Dokumentarfilm Shadow Company ist jetzt komplett in 9 Teilen bei Youtube zu sehen.

Besonders beeindruckend ist dabei natürlich Söldnerlegende Neall Ellis, der für Executive Outcomes in Sierra Leone einen Hind-Helikopter flog, und dann später als one-man-show das Rückgrat der dortigen Streitkräfte bildete.

Montag, 24. Mai 2010

Viel Lärm um Nichts

Zur Zeit zieht mal wieder ein großes Rauschen durch die deutsche Medienwelt. Eine deutsche Firma vermittelt über 100 deutsche Söldner nach Somalia. Wichtig ist natürlich das Wort "deutsch", ohne das wärs ja keine Meldung.

Es geht laut Informationen der Tageschau um die Firma "Asgaard German Security Group" und "Experten warnen vor einem Blutbad" ist da zu lesen. Dahinter steckt wahrscheinlich nicht viel, hauptsächlich die übliche Blut- und Skandalgier der Medien. In einschlägigen ("gut unterrichteten" sagt man glaube ich) Foren ist im Zusammenhang mit Asgaard seit langem viel von "Luftnummern" zu lesen. Das interessiert die Presse natürlich wenig, da man ja so um die tollen Schlagzeilen kommen würde.

Söldner sind einfach so schön gruselig, dass die Medien sie glatt erfinden, wenn sie mal nicht zur Hand sind.

Was ist also mit Asgaard? Anscheinend eine dumme Pressemitteilung, auf die sich alle ganz begeistert gestürzt haben. Möglicherweise hat ja tatsächlich irgend so ein selbst ernannter Präsident weltweit Söldnerfirmen angemailt hat und dann nach unendlich vielen Absagen aus Deutschland eine Zusage erhalten. Dann musste besagte Firma aber leider feststellen, dass sie mit dem falschen Präsidenten im Gespräch war und dass dies der Bundesregierung nicht gefallen könnte. Hätte man da nicht vorher zumindest kurz in der Wikipedia nachschauen können?

Außerdem bin ich nun mal Historiker, und so gesehen kann ich den Gedanken nicht ganz vermeiden, dass man einer deutschen Firma mit Namen Asgaard ohnehin nicht viel zutrauen darf. Wäre ein schöner Name für eine SS-Division gewesen, würde auch für eine Fascho-Rockgruppe taugen, aber eine nur am Rande seriöse deutsche Security-Firma sollte so was meiden. Das nur am Rande.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Söldnerlegende Neall Ellis

Söldnerlegende Neall Ellis mit seinem Mi-24 Hind in Sierra Leone 1995. Er begann dort im Dienst von Executive Outcomes und blieb dann als Selbständiger.



For more than three weeks early 1999, a lone Mi-17 gunship flown by a South African helicopter pilot Neill Ellis was all that stood between a depleted Nigerian ECOMOG force and the collapse of the Sierra Leone government. Anarchy was a whisker way. Alone at the controls for 12-hours a day without a break, except to refuel, he struck at rebel units in and around Freetown. During the course of it, Ellis took heavy retaliatory fire and, as he later told Jane’s Intelligence Review, ‘while the rebels had a lot of RPGs and SAMs, I suppose I had my share of luck’.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Der Graf und die Raketen-Babys

Mit schwerbewaffneten Sportflugzeugen versuchte der schwedische Graf Carl Gustaf von Rosen vor 40 Jahren, den Völkermord im westafrikanischen Biafra zu beenden. Seine Söldnerstaffel "Biafra Babys" wurde in dem von Stammesfehden, Supermachtrivalität und der Gier nach Erdöl angeheizten Bürgerkrieg zur Legende.

Ein interessanter Bericht (mit einigen guten Fotos) über den vermutlich beliebtesten Söldner aller Zeiten Graf Carl Gustaf von Rosen bei einestages.spiegel.de.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Bob Denard

Bob Denard ist möglicherweise der berühmteste Söldner der jüngeren Geschichte. Obwohl viele seine Aktionen von ausgesprochenem Dilettantismus geprägt waren und er selbst als ziemlich finstere Gestalt gilt, schaffte er es letzten Endes doch sich ein eigenes Königreich zu erobern.

Bei dem ganzen Theater um den "Söldner" Denard sollte man jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass er praktisch alle seine Aktionen mit dem französischen Geheimdienst abgesprochen hatte. Im Gegensatz zu richtigen Geheimagenten bot er allerdings den Vorteil, dass man sich zur Not von ihm distanzieren konnte, wenn die Angelegenheit vor den UN zur Sprache kam.

Dennoch sollte man sich bei dieser Gelegenheit einmal überlegen, warum Leute, die ausschließlich im Dienst ihres Vaterlandes handeln als "Söldner" bezeichnet werden sollen. Eigentlich bedeutet dies doch nur, dass man die äußerst billigen Ausreden der offiziellen franzöischen Stellen geschluckt hat.

Samstag, 31. Oktober 2009

Executive Outcomes

Eine polemische aber dennoch vollkommen angebrachte Rezension zu Eeben Barlows Buch und dem Einsatz von Executive Outcomes in Sierra Leone findet man hier.

Der Autor verweist ausführlich auf die Gräueltaten in Sierra Leone, auf das Stillschweigen oder die stille Teilhaberschaft der UN, die beschämende Politik der Clinton-Regierung. Man sollte vielleicht noch ergänzend anfügen, dass sich die Clinton-Regierung vor allem deshalb gegen Executive Outcomes einsetzte, um eigene Security-, Bergbau- und Ölfirmen in Afrika zu fördern.

Zu meiner kompletten Zufriedenheit wird dann auch noch auf die schlampige und von billigen Vorurteilen bestimmte Berichterstattung in der Presse verwiesen. Fakten interessieren da wenig, Söldner müssen einfach böse, böse sein und für sinistre Kapitalinteressen morden.

Mehr zum Thema in meinem alten Artikel über Executive Outcomes in Sierra Leone.

Sonntag, 13. September 2009

Bilder von Executive Outcomes

Eine Menge guter Bilder von Executive Outcomes findet man hier

leider ist der Internetseite nicht zu entnehmen, wer sie zu welchem Zweck ins Netz gestellt hat. Anscheinend handelt es sich um ein versehentlich ungeschütztes Verzeichnis. Wen’s also interessiert, der sollte sich die Sachen am besten schnell runterladen.

Die Bilder sind ganz offensichtlich von Beteiligten der Einsätze in Angola und später in Sierra Leone.