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Freitag, 17. Dezember 2021

Jacques Margeret

 

 Neuer Artikel über den Hugenotten Jacques Margeret, der um 1600 als Söldnerführer fünf verschiedenen Zaren diente. Darunter Boris Godunov und dem sogenannten "falschen Demetrius". Margeret war für lange Zeit an vorderster Front aktiv im grausamen Bürgerkrieg, der "Zeit der Wirren".
mehr dazu hier

Dienstag, 28. August 2012

Männerbünde und Päderastie

Ein interessanter Bericht zum Thema Päderastie und Männerbünde: Tanzsklaven - Knabenprostitution in Afghanistan.
Die englische Orginalfassung der Doku findet man auch auf Youtube.

Falls jedoch jemand denken sollte, dass es sich hier um ein typisch islamisch/afghanisches Problem handelt, möchte ich daran erinnern, dass solche Dinge in bei indoeuropäischen Kriegerbünden bis hin zu den Piraten der Karibik recht verbreitet waren. Vgl. dazu den Artikel über Homosexualität.


Freitag, 1. Juli 2011

Technokrat des Todes

Ich wollte eigentlich schon seit langem mal was über Oberst Bauer bringen, diesen Technokraten des Todes, der in der Schädlingsbekämpfung genauso kompetent war wie in der Menschenvernichtung. Über die Hybris deutscher Wissenschaftler von Fritz Haber, nach dem man wahrscheinlich heute noch Schulen und Straßen benennt, über Hugo Stoltzenberg, der später noch die Bundeswehr mit Lost belieferte, was ja irgendwie alles auch untrennbar mit der IG-Farben und mit Auschwitz verbunden ist.

Deutsche Geschichte eben; von Faust bis Mengele.

Zufällig ist mir dann dieses Bild aus einer amerikanischen Zeitschrift in die Hände gefallen. Natürlich gab’s nie solche Gasmasken, aber es illustriert doch viel realistischer als ein Foto die Angst und den Terror, die so schreckliche Waffen wie Flammenwerfer und Giftgas verbreiteten.

Und man sieht auch sehr schön, wie die deutsche Geschichte zum Vorbild für Darth Vader wurde, dem Lord von der dunklen Seite der Macht.

Also: Faust, Mengele, Darth Vader

Freitag, 26. November 2010

Die Ungarn

Was mich wohl am meisten an der Geschichte der Ungarn überrascht hat, war wie sehr sie durch den Söldnerdienst - zuerst von Byzantinern und dann den Karolingern - regelrecht nach Mitteleuropa gelockt worden sind.
In den Geschichtsbüchern wird immer der Eindruck vermittelt, als ob sie einfach plötzlich da gewesen wären.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Legionäre und Deserteure

Ganz anders als die untereiander zerstrittenen Griechen, waren Söldnerdienste für die Römer eigentlich ungewöhnlich. Mehr sogar als das, sie waren "unpatriotisch" da Rom sozusagen das Monopol auf jeden hatte, der bereit war in den Krieg zu ziehen. Bei römischen Söldnern handelte es sich deshalb fast ausschließlich um Deserteure, aber auch von diesen gab es nicht wenige. Es gibt praktisch kaum einen Krieg Roms in dem sie nicht auf der Gegenseite zu finden sind. Dies ist um so erstaunlicher, da ja gerade die ehemaligen Legionäre wissen mussten, wie schlecht die Chancen gegen Rom standen. Feiglinge können es also nicht gewesen sein; ganz im Gegenteil, oft stellten sie die mit Abstand besten Truppen von Roms Gegnern.

Dienstag, 30. März 2010

Isern Hinrik

Als ich mich mit der Geschichte von Heinrich dem Eisernen beschäftigte, beeindruckte mich am meisten, wie viele Fäden in seiner Person zusammenliefen. Als regelrechtes Missing-Link der Söldnergeschichte verbindet er die Vorläufer der Vitalienbrüder mit den Freien Kompanien – den Nachfolgern Werners von Urslingen – in Italien, die Kreuzzüge im Baltikum mit der Szenerie des Hundertjährigen Krieges in Frankreich, und schließlich das Eingreifen der Mecklenburger in Schweden mit dem Freiheitskampf der Dithmarschen.

Söldnerführer bewegten sich in einer überschaubaren Welt und kannten sich. Man kann sicher davon ausgehen das Hinrik nicht nur König Johann von Böhmen gut kannte, sondern auch Edward III. und dessen Sohn den Schwarzen Prinzen; selbst den österreichischen Abenteurer Friedrich von Chreutzpeck muss er in Novgorod getroffen haben.

Sonntag, 14. März 2010

Die Schotten der Garde

Das Bild zeigt schottische Bogenschützen der Garde der französischen Könige im frühen 16. Jahrhundert. Interessant ist, dass die Schotten der Garde - eine typische Elitetruppe fremder Söldner – immer noch als "Bogenschützen" bezeichnet wurden, obwohl sie längst auf Art der Schweizer und der Landsknechte kämpften.

Mehr dazu in dem Artikel über den Solddienst der Schotten.

Montag, 1. März 2010

Deutsche Söldner im Irak

Den Artikel über deutsche Söldner hätte ich mir unter einem mehr globalen Gesichtspunkt sicher schenken können, da es sich dabei um eine unwesentliche Randerscheinung handelt. Das interessante an dem Thema sind allerdings nicht die kaum vorhandenen deutschen Söldner, sondern der Presserummel, der in den deutschen Medien um sie herum veranstaltet wurde.

Als ich mir im Zusammenhang mit einem Interview noch einmal die von mir im Laufe der letzten Jahre so gesammelte Berichterstattung vorgenommen habe, hat es mir ehrlich gesagt fast die Socken ausgezogen. Als extremes Beispiel hier noch einmal die FAZ. Eigentlich ja bekannt für konservativ kühl objektive Artikel. Und dann hier in bestem Landser-Jargon dekoriert mit Fotos aus Actionfilmen (!) eine Reportage (???) über Söldner.

Wie heißt es so schön "im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst"? Früher meinte man aber damit, dass die Medien der staatlichen Zensur unterworfen wurden. Heute stirbt die Wahrheit an der Gier der Medien nach Spektakel. Und wenn über Söldner berichtet wird, muss irgendwie Blut rauslaufen, muss gefoltert werden. Mit der oft sehr banalen Realität hat das alles nichts zu tun, da sollen nur auf unterstem Niveau die Verkaufszahlen nach oben gepusht werden.

Sonntag, 28. Februar 2010

Roms Untergang

Seit kurzem geistern mal wieder Dekadenz und Niedergang des Römischen Reichs durch die Medien. Außenminister Westerwelle hat kritisch darauf verwiesen und irgendwie eine Verbindung zwischen Hartz-IV-Empfängern und römischem Plebs gezogen, der auch nicht mehr arbeiten wollte und statt dessen mit Brot und Spielen bei Laune gehalten werden musste.

Allerdings ist das Römische Imperium nicht an seinen faulen Plebejern zugrunde gegangen, sondern weit mehr an den Superreichen, die weder Steuern entrichteten noch dem Militärdienst nachkamen.

In dem Artikel zum Übergang von der Wehrpflicht zum Söldnerdienst in Rom kann man nachlesen, wie sich die Mächtigen zuerst den "ager publicus" als Latifundien unter den Nagel rissen; die römischen Bauern, militärisch das Rückgrat der Legionen, wurden damit gezielt ruiniert. Tja und so musste man schließlich auf Söldner setzen, da es ja kaum noch Bauern gab. Diese Söldner funktionierten auch sehr gut, so lange man sie mit der Beute der Eroberungen bezahlen konnte. Erst als man keine Beute mehr machen konnte (die Superreichen bezahlten ja keine Steuern), ging dann alles vor die Hunde.

Es ging also darum den faulen Plebejern das Brot wegzunehmen, sondern viel mehr den Superreichen ihre Latifundien, um diese an potentielle Bauern zu verteilen. Und genau dies versuchten ja viele Reformer immer wieder zu tun – allerdings mit sehr mäßigem Erfolg.

Herr Westerwelle und seine Klientelpartei sind meiner Ansicht nach nun wieder fleißig dabei dafür zu sorgen, dass die Reichen noch reicher werden und noch weniger Steuern bezahlen. Mehr kann man Geschichte kaum verdrehen.

Außerdem war der römische Pöbel nie dekadent, dazu ging es ihm immer viel zu schlecht; richtig dekadent und moralisch absolut verkommen war dagegen die winzig kleine Oberschicht, die praktisch allen Wohlstand an sich gerissen hatte.

Samstag, 30. Januar 2010

Das Regiment Royal Deux Ponts

Die Geschichte des Regiments Royal Deux Ponts ist vor allem deshalb interessant, da sie gerne ignoriert wird. Söldner, die auf Seiten der guten amerikanischen Patrioten gegen die Briten und ihre hessischen "Hirelings" kämpften, passt nun mal nicht so ganz ins Bild.
Aber genau deshalb sollte man sie nicht vergessen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Bob Denard

Bob Denard ist möglicherweise der berühmteste Söldner der jüngeren Geschichte. Obwohl viele seine Aktionen von ausgesprochenem Dilettantismus geprägt waren und er selbst als ziemlich finstere Gestalt gilt, schaffte er es letzten Endes doch sich ein eigenes Königreich zu erobern.

Bei dem ganzen Theater um den "Söldner" Denard sollte man jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass er praktisch alle seine Aktionen mit dem französischen Geheimdienst abgesprochen hatte. Im Gegensatz zu richtigen Geheimagenten bot er allerdings den Vorteil, dass man sich zur Not von ihm distanzieren konnte, wenn die Angelegenheit vor den UN zur Sprache kam.

Dennoch sollte man sich bei dieser Gelegenheit einmal überlegen, warum Leute, die ausschließlich im Dienst ihres Vaterlandes handeln als "Söldner" bezeichnet werden sollen. Eigentlich bedeutet dies doch nur, dass man die äußerst billigen Ausreden der offiziellen franzöischen Stellen geschluckt hat.

Montag, 2. November 2009

Die Türken

Als ich mich mit der Söldnergeschichte der Türken beschäftigte, interessierte mich natürlich vor allem der Aspekt der Militärsklaven, überraschend fand ich dann wie durchlässig die Grenzen zwischen Christentum und Islam oft waren.
Interessant wäre es natürlich auch Parallelen zwischen türkischen und germanischen Militär- und Söldnerdiensten zu ziehen. Die Türken sind wie die Deutschen oft der Meinung ihre Vorfahren hätten das byzantinische oder eben das weströmische Reich erobert. Eigentlich war es in beiden Fällen aber mehr ein Solddienst über Jahrhunderte, der sie in die entscheidenden Positionen brachte.