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Donnerstag, 10. Dezember 2020

Die Nazis und der Nahe Osten

 Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Nationalsozialisten aus Europa. Was lange unbekannt war: Ägypten und Syrien heuerten Dutzende NS-Männer und Kriegsverbrecher an – um eine Armee für den Kampf gegen Israel aufzubauen. Die Bundesregierung wusste davon...

 interessanter Artikel in der Welt 

 Ich bin bei meiner Recherche über Skorzeny darüber gestolpert. Obwohl mir das Thema bekannt war, bin ich doch immer wieder überrascht, wie stark diese Verbindungen wirklich waren.

 

Mittwoch, 4. Juli 2012

Nazi Söldner?

Zur Zeit ist groß die Rede von Ermittlungspannen und Schlampereien. Ein Untersuchungsausschuss versucht festzustellen, wie es es zu all diesen "Pannen" denn kommen konnte, später sollen dann neue Richtlinien erarbeitet werden, damit all die Behörden besser zusammen arbeiten.

Leider scheint dabei niemand ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass der Verfassungsschutz wesentlich mehr Dreck am Stecken haben könnte als einige dusslige Schlampereien.

Ich möchte deshalb hier an einige Highlights der Zusammenarbeit deutscher Neonazis mit Geheimdiensten erinnern. In den 50er Jahren trainierte der BDJ (Bund Deutscher Jugend) - weitgehend von der CIA fianziert - den Bürgerkrieg und plante auch schon die Ermordung linker Politiker.
Der Neonazi Joachim Fiebelkorn, der in den 70er Jahren in Bolivien eine Todesschwadron führte, arbeitete auch lange als Informant für das BKA und andere Dienste. Die Verwicklungen des Oktoberfestattentäters Gundolf Köhler und seines Mentors Karl-Heinz Hoffmann (Gründer der gleichnamigen Wehrsportgruppe) mit verschiedenen Geheimdiensten bis in die CSU wurde nie untersucht.

Die Mitglieder des NSU waren lange als Informanten für den Verfassungsshutz tätig und waren anscheinend auch mit falschen Papieren versorgt worden. Es drängt sich meiner Meinung nach deshalb der Verdacht auf, dass der Verfassungsschutz seine bewährten Mitarbeiter lange der Polizei gegenüber gedeckt und mit Informationen hat. Allein schon, damit diese peinliche Zusammenarbeit nicht ans Licht kommt. Als man dann irgendwann merkte, dass die Sache aus dem Ruder läuft, begann man mit der Schadensbegrenzung, d.h. der Aktenvernichtung.

Kurz und gut, die ganze Angelegenheit stinkt dermaßen, dass ich mich nur wundern kann, warum immer noch von "Pannen" die Rede ist, wenn längst schon wegen schwerer Straftaten ermittelt werden müsste.

Freitag, 1. Juli 2011

Technokrat des Todes

Ich wollte eigentlich schon seit langem mal was über Oberst Bauer bringen, diesen Technokraten des Todes, der in der Schädlingsbekämpfung genauso kompetent war wie in der Menschenvernichtung. Über die Hybris deutscher Wissenschaftler von Fritz Haber, nach dem man wahrscheinlich heute noch Schulen und Straßen benennt, über Hugo Stoltzenberg, der später noch die Bundeswehr mit Lost belieferte, was ja irgendwie alles auch untrennbar mit der IG-Farben und mit Auschwitz verbunden ist.

Deutsche Geschichte eben; von Faust bis Mengele.

Zufällig ist mir dann dieses Bild aus einer amerikanischen Zeitschrift in die Hände gefallen. Natürlich gab’s nie solche Gasmasken, aber es illustriert doch viel realistischer als ein Foto die Angst und den Terror, die so schreckliche Waffen wie Flammenwerfer und Giftgas verbreiteten.

Und man sieht auch sehr schön, wie die deutsche Geschichte zum Vorbild für Darth Vader wurde, dem Lord von der dunklen Seite der Macht.

Also: Faust, Mengele, Darth Vader

Samstag, 19. September 2009

Der Rebell

Äußerst gelungene Dokumentation über den ehemaligen Neonazi, Terroristen, Libanon-Söldner und Stasi-Informanten Odfried Hepp. Jetzt komplett in 10 Teilen bei Youtube.

Besonders interessant ist natürlich der Teil über die Wehrsportgruppe Hoffmann. Hoffmann versuchte sich anscheinend zuerst als Waffenhändler und vermittelte dann seine Leute als Söldner an die PLO. Dort trainierten die Idealisten von rechts dann in unmittelbarer Nähe von denen von der RAF. Später wurde Hepp dann von der Stasi sogar im selben Hotel untergebracht, in dem vorher die Aussteiger von der RAF gewohnt hatten.

Samstag, 13. Juni 2009

Alt- und Neonazis

1980 kam es in Bolvien zum so genannten Kokain-Putsch. Der im wesentlichen von reichen Großgrundbesitzern und Drogenbaronen finanziert worden war. Die Organisation der Schmutzarbeit übernahm ein gewisser "Klaus Altmann", hinter dem sich der gesuchte Kriegsverbrecher Klaus Barbie verbarg. Als Männer fürs Grobe verpflichtete der ehemalige SS-Hauptsturmführer einige seiner Bewunderer aus der nächsten Generation. Z.B. den gesuchten italienischen Rechts-Terroisten Stefano Delle Chiaie oder den deutschen Zuhälter und Neonazi Joachim Fiebelkorn. Die Truppe wurde dann als "Novios de la Muerte" (die Verlobten des Todes) berüchtigt und mischte nach erfolgreichem Putsch auch selbst im Drogenschäft mit.



Hier ein Video zu diesem Thema. Wahrscheinlich werde ich aber auch irgendwann mal was dazu schreiben müssen.