Freitag, 1. Februar 2013

Und wieder mal ein Totenkopf


In den Medien ist zur Zeit dieses Bild eines französischen Soldaten in Mali der Renner. Wer ab und zu Kriegsreisende liest, weiß ja vielleicht, dass ich ein Faible für solche Dinge habe. Krieger haben so etwas seit dem Neolithikum getan; man verbreitet Schrecken und macht sich selbst ein wenig Mut. Amerikanische Fallschirmjäger sind noch mit Irokesenschnitt und Kriegsbemalung über der Normandie abgesprungen. Alles äußerst verständlich. Dennoch bin ich natürlich der Meinung, dass moderne Soldaten heute so nicht mehr in den Einsatz gehen können. Schließlich sind sie ja dort die "Guten". Die Frage ist nur, ob man es ihnen wirklich erklärt hat.
Interessant ist, dass die Maske möglicherweise auf eine Person aus dem Computerspiel "Call of Duty: Modern Warfare 2" zurückgeht. Leutnant Simon "Ghost" Riley gehört dort zur britischen Eliteeinheit SAS. Diese in die Rubrik "Egoshooter" gehörenden Spiele haben heute natürlich auch einen besonders schlechten Ruf, angeblich war jeder Amokläufer davon besessen. Daneben gehören sie aber sicher zu den besten Werbemitteln, die moderne westliche Armeen im Moment so haben. Heißt, wenn man junge Männer mit der Aussicht auf Action für die Armee ködert, muss man sich nicht wundern, wenn sie die auch haben wollen.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Blutige Geschichte des Kongo


Ein recht lesenswerter Artikel zur Geschichte des Kongo von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" bis zu den modernen Auseinandersetzungen um Coltan und Diamanten findet sich im Tagesspiegel.

Mittwoch, 14. November 2012

TV-Tipp: Billigjob Söldner

Während Machwerke wie "The Expendables" im Moment jeden realen Blick auf's Handwerk "Söldner" vernebeln und verstellen lässt eine TV-Dokumentation im ARD am kommenden Sonntag (So, 18.11.12 | 19:20 Uhr) auf echt erhellende Einblicke hoffen.

Im der Dokumentation geht es um die Rekrutierung von Sicherheitskräften aus Uganda. Viele der Männer dort sind an die Schrecken des Krieges gewohnt, arbeitslos und die 1.000 Dollar monatlich, die ihnen US-Firmen für den Dienst im Irak versprechen, sind für sie ein echtes Vermögen.

Allerdings bleibt es nicht dabei. Inzwischen werden einige der Anbieter ugandischer Söldner von anderen Firmen ausgebootet, da diese ihre Arbeitskräfte für 400 Dollar im Monat anbieten können.

ARD: Uganda - Afrikanische Söldner in der US-Armee

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Käufliche Krieger Die lange Blutspur eines Söldners

Eine recht interessante Zusammenfassung der Söldnerkarriere von Bob Denard erschien in der Zeitung der Der Tagesspiegel. Hier wird vor allem auf die schmutzigen Aspekte seines Tuns und die heimliche Unterstützung durch die Regierung in Paris verwiesen.

Dienstag, 28. August 2012

Männerbünde und Päderastie

Ein interessanter Bericht zum Thema Päderastie und Männerbünde: Tanzsklaven - Knabenprostitution in Afghanistan.
Die englische Orginalfassung der Doku findet man auch auf Youtube.

Falls jedoch jemand denken sollte, dass es sich hier um ein typisch islamisch/afghanisches Problem handelt, möchte ich daran erinnern, dass solche Dinge in bei indoeuropäischen Kriegerbünden bis hin zu den Piraten der Karibik recht verbreitet waren. Vgl. dazu den Artikel über Homosexualität.


Montag, 23. Juli 2012

Söldner auf deutschen Schiffen werden legalisiert

Das Bundeskabinett verabschiedete letzte Woche ein Gesetz, das den Einsatz von Söldnern auf deutschen Schiffe erlaubt.
Damit werden längst bestehende Zustände endlich legalisiert. Seit einiger werden viele Schiffe von Söldnern geschützt, allerdings gehen die erst außerhalb problematischer Hoheitsgebiete an Bord, oder die Schiffe fahren gleich unter anderen Flaggen.
mehr dazu

Mittwoch, 4. Juli 2012

Nazi Söldner?

Zur Zeit ist groß die Rede von Ermittlungspannen und Schlampereien. Ein Untersuchungsausschuss versucht festzustellen, wie es es zu all diesen "Pannen" denn kommen konnte, später sollen dann neue Richtlinien erarbeitet werden, damit all die Behörden besser zusammen arbeiten.

Leider scheint dabei niemand ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass der Verfassungsschutz wesentlich mehr Dreck am Stecken haben könnte als einige dusslige Schlampereien.

Ich möchte deshalb hier an einige Highlights der Zusammenarbeit deutscher Neonazis mit Geheimdiensten erinnern. In den 50er Jahren trainierte der BDJ (Bund Deutscher Jugend) - weitgehend von der CIA fianziert - den Bürgerkrieg und plante auch schon die Ermordung linker Politiker.
Der Neonazi Joachim Fiebelkorn, der in den 70er Jahren in Bolivien eine Todesschwadron führte, arbeitete auch lange als Informant für das BKA und andere Dienste. Die Verwicklungen des Oktoberfestattentäters Gundolf Köhler und seines Mentors Karl-Heinz Hoffmann (Gründer der gleichnamigen Wehrsportgruppe) mit verschiedenen Geheimdiensten bis in die CSU wurde nie untersucht.

Die Mitglieder des NSU waren lange als Informanten für den Verfassungsshutz tätig und waren anscheinend auch mit falschen Papieren versorgt worden. Es drängt sich meiner Meinung nach deshalb der Verdacht auf, dass der Verfassungsschutz seine bewährten Mitarbeiter lange der Polizei gegenüber gedeckt und mit Informationen hat. Allein schon, damit diese peinliche Zusammenarbeit nicht ans Licht kommt. Als man dann irgendwann merkte, dass die Sache aus dem Ruder läuft, begann man mit der Schadensbegrenzung, d.h. der Aktenvernichtung.

Kurz und gut, die ganze Angelegenheit stinkt dermaßen, dass ich mich nur wundern kann, warum immer noch von "Pannen" die Rede ist, wenn längst schon wegen schwerer Straftaten ermittelt werden müsste.