Montag, 7. Mai 2012

Outdoor & Adventure

Bei N24 gibt's mal wieder eine sogenannte "Reportage" über das Training der Fremdenlegion. Das Ganze wird dann unter dem reißerischen Titel "Die Söldner" so angeprießen:

"Knapp zehn Meter Sicht, Schlangen, quälende Parasiten: Sümpfe, Flussläufe und die dichte Vegetation machen das Vorankommen zu einer Strapaze. In dieser unwirtlichen Umgebung leben die Söldner des 3. Regiments der französischen Fremdenlegion. Die N24-Reportage begleitet die Ausbildung der legendären Truppe im Dschungel von Französisch-Guayana. Autor Klaus Wilken zeigt, wie die Söldner lernen, im Dschungel Südamerikas zu überleben und zu kämpfen."

Tja, Söldnertum als Outdoor-Extremsport, Adventure, Trekking und was weiß ich...

Kein Wunder, wenn dann irgendwelche dieser Abenteuer später durchdrehen und mit Leichen spielen, wenn diese von den Medien so bunt angepriesenen Träume nicht in Erfüllung gehen.

Montag, 16. April 2012

Wie Söldner somalische Piraten jagen

Ein Artikel mit Video bei Spiegel-Online zeigt, wie Söldner einen Piratenangriff vor der somalischen Küste abwehren.

Recht interessant ist aber vor allem Dingen, dass der Artikel einräumt, dass Söldner anscheinend inzwischen als das einzige brauchbare Mittel gegen Piraten erachtet werden.

Donnerstag, 22. März 2012

Immigranten an die Front

Die Kandidatin der französischen Rechten Marine Le Pen ist anscheinend nicht besonders unglücklich über die Attentate des aus Algerien stammenden Fanatikers Mohammed Merah. Passt ja auch alles wunderbar in den Wahlkampf.

Was dabei gerne übersehen oder auch unterschlagen wird, ist, dass die drei getöteten Soldaten auch einen Migrationshintergrund haben. Sie dienten im 17e régiment du génie parachutiste. Diese Pioniereinhei war im Libanon, auf dem Balkan und in Afghanistan im Einsatz, Spezialität Minen und Sprengstoffe - ein Scheißjob könnte man sagen.

Von Anfang an wurde darauf hingewiesen, dass da ein Fanatiker offenbar Jagd auf Immigranten mache. Inzwischen macht dies nicht mehr so viel Sinn. Wesentlich logischer erscheint mir, dass solche Einheiten der französischen Armee inzwischen einfach zu guten Teilen aus Immigranten und ihrn Kindern bestehen. Die guten Franzosen, die manchmal gerne Frau Le Pen und ihren Club wählen, wollen ihre Kinder sicher nicht beim Minenräumen in Afghanistan wissen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Böses Ende eines Söldnertraums

Sicher nicht ganz aktuell aber immer noch interessant: ein Artikel der TAZ über zwei reichlich naive Norweger, die im Kongo angeblich das große Söldnerabenteuer suchten oder in den Diamantenhandel einsteigen wollten, und dann wegen Mordes zum Tod verurteilt wurden.

Der Artikel ist auch gerade deshalb interessant, weil er zeigt was für ein Menschenschlag da manchmal durch die Szene geistert. Ich denke zwar, dass solche Leute ein Minderheit bilden, dennoch sollte man sie nicht außer Acht lassen.

Falls es jemanden interessiert, wie die Geschichte weiterging, kann er das in einem englischen Artikel der Wikipedia nachlesen.

Sonntag, 5. Februar 2012

Gurkha-Brigade wird reduziert

In Großbritannien soll nun aus Kostengründen die letzte Gurkha-Brigade reduziert werden, was wohl ihr Ende bedeuten wird.
Mehr dazu bei Spiegel Online.

Freitag, 3. Februar 2012

Dokumentation "Deutsche Legionäre im Indochinakrieg"

Auf Youtube kann man die knapp eine Stunde lange Dokumentation "Deutsche Legionäre im Indochinakrieg" ansehen (die lief mal auf arte).
Auch wenn mich die zwischen die Originalaufnahmen geschnittenen "Spielszenen" stören, wird den ehemaligen Legionären viel Raum gegeben. Auch schafft es diese Doku meiner Meinung nach ganz gut, eine gewisse Faszination zum Thema "Fremdenlegion" beizubehalten, aber sie auf der anderen Seite auch nicht zu Mythos zu verklären.
Außerdem erfährt man auch einiges über die "Überläufer", welche auf den Seiten der Viet Minh gekämpft haben.

Dienstag, 31. Januar 2012

"Schweizer waren überall dabei"

Ein Interview der ZEIT mit dem "Söldner-Nachkommen", Historiker und Journalisten Jost Auf der Maur über das schweizer Söldnerwesen.