Dienstag, 25. Oktober 2011

Guerillakrieg im Dschungel

Der Bericht des Schotten John Gabriel Stedman, der nach 1772 im Dschungel von Surinam geflohene Sklaven, so genannte "Maroons", jagte ist sicher eines der beeindruckendsten Doumente schmutziger Kleinkriege und Sklaverei. Er demonstriert aber auch deutlich die Ineffektivität eurpäischer Truppen in derartigen Kriegen.

Die englische Orginalausgabe mit den berühmten Stichen von William Blake als ebook hier.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Feuchte Männerträume


Ich bin im Netz mal wieder über zwei schöne Pulp-Cover gestolpert. Zur Illustration von Artikeln dienen sie zwar wenig, man sieht aber dennoch eindeutig wie die Mythen um die Legion gestrickt waren und was sicher auch den einen oder anderen dorthin geführt hat.

Man muss das übrigens nicht für ein reines Pulpphänomen halten, die im Don Quixote persiflierten Ritterromane hatten in ihrer Zeit eine ähnliche Funktion.

Mittwoch, 7. September 2011

Ein schöner, gerechter Krieg

So ein schöner gerechter Krieg in Libyen. Da befreit sich ein Volk von einem finsteren Tyrannen. Während dieser jedoch angeblich fast nur von käuflichen fremden Söldnern unterstützt wird, hat sich die NATO ganz entschieden auf die Seite der Freiheit geschlagen. Der Bombenhagel westlicher Kampfflugzeuge hat der Freiheit nun anscheinend tatsächlich zum Sieg verholfen. Endlich konnte man also mal auf eine positive Resonanz der Medien hoffen.

Tja und nun findet man im befreiten Tripolis Dokumente. Gaddafis Spezialisten haben jahrelang im Auftrag westlicher Geheimdienste gefoltert. Spezialisten der CIA sollen sogar als Beobachter dabei anwesend gewesen sein. Zu Hause dürfen sie nicht foltern, aber den libyschen Kollegen Ratschläge erteilen ist anscheinend doch irgendwie legal...
Und der britische MI-6 hat dann für Gaddafi aus Dankbarkeit dann Adressen von Emigranten überprüft. Möglicherweise wollte ihnen Gaddafi ja Geburtstaggeschenke schicken.
Tja und die Deutschen haben sich dann Westwerwelle zwar aus der Bomberei schön rausgehalten, aber irgendwie sind diese neue G36-Sturmgewehre von Heckler & Koch doch in größeren Zahlen nach Libyen gelangt. Natürlich wissen weder Politiker noch Industrielle auch nur irgendwas davon. Wer glaubt schon so was!

Angesichts dieser ganzen selbstgerechten Heuchelei, erscheinen Gaddafis Söldner als einfache, aufrechte, allerdings auch recht naive Idioten.

Freitag, 1. Juli 2011

Technokrat des Todes

Ich wollte eigentlich schon seit langem mal was über Oberst Bauer bringen, diesen Technokraten des Todes, der in der Schädlingsbekämpfung genauso kompetent war wie in der Menschenvernichtung. Über die Hybris deutscher Wissenschaftler von Fritz Haber, nach dem man wahrscheinlich heute noch Schulen und Straßen benennt, über Hugo Stoltzenberg, der später noch die Bundeswehr mit Lost belieferte, was ja irgendwie alles auch untrennbar mit der IG-Farben und mit Auschwitz verbunden ist.

Deutsche Geschichte eben; von Faust bis Mengele.

Zufällig ist mir dann dieses Bild aus einer amerikanischen Zeitschrift in die Hände gefallen. Natürlich gab’s nie solche Gasmasken, aber es illustriert doch viel realistischer als ein Foto die Angst und den Terror, die so schreckliche Waffen wie Flammenwerfer und Giftgas verbreiteten.

Und man sieht auch sehr schön, wie die deutsche Geschichte zum Vorbild für Darth Vader wurde, dem Lord von der dunklen Seite der Macht.

Also: Faust, Mengele, Darth Vader

Freitag, 17. Juni 2011

Noch mal Gaddafis Söldner

Während viele noch über Gaddafis Profikiller schreiben, ist im Telegraph ein meiner Meinung nach wesentlich realistischerer Artikel zu diesem Thema erschienen.
Man kann dort von einem 16-jährigen Jungen aus dem Tschad lesen, dem man einen Job in Libyen versprochen und dann ein Flugticket in die Hand gedrückt hat. Plötzlich war er dann in einem Bürgerkrieg und schoss allein schon aus Angst in die Menge.
Natürlich sind nicht alle Söldner so, man sollte aber auch an solche denken, die einfach unter die Räder gekommen sind. Normalerweise sind sie wesentlich verbreiteter als Van Dumme & Co.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Gaddafis Söldner

Hier übrigens ein recht interessanter Artikel bei BBC-New zu Gaddafis Söldnern.
Hier wird übrigens dasselbe berichtet, was ich hier schon vor längerer Zeit vermutet habe, dass es sich bei den Söldnern um Tuaregs, Rebellen aus dem Tschad und andere von Gaddafi finanzierte Flüchtlinge handelt.
Also um recht ähnliches Personal, wie es schon bei der Islamischen Legion zum Einsatz kam.

Montag, 13. Juni 2011

Zum Buch

Inzwischen gibt es eine hervorragende Kritik zum Buch bei EVOLVER

Sie macht mich natürlich besonders stolz, da sie nicht von irgendeinem gelangweilten Rezensenten verfasst wurde, der schnell noch etwas für den Kulturteil produzieren soll, sondern von Martin Compart dem Enfant terrible des deutschen Krimis, meistens grantik und selten politisch korrekt.

Vielleicht lässt sich ja nun auch endlich einer meiner Leser dazu ermuntern, doch einmal bei Amazon eine Kurzbesprechung oder Bewertung abzugeben, oder in einem Forum auf das Buch hinzuweisen.